Sa 12. Sept. 2026
MTB Tour im Emmental
SAC Biketour im Emmental
Dank Werners grosser Werbung fanden wir nach längerer Durstphase von Anmeldungen doch noch ein paar SAC- Bikers. Mit Total 8 Teilnehmern mit einer Frauenqoute von 0% trafen wir uns in Affoltern zum Start. Unser erstes Ziel die Lushütte. Anfahrt via Schonegg, Wasen, Wyttebach. Nach anstrengenden Höhenmeter genossen wir in der Lushütte unser erstes Bier und die herrliche Aussicht. Wir beschlossen, weiter aufs Ahorn ob Eriswil zu fahren. Über Stock und Stein, teils das Velo schiebend, aber auch rasanten Abfahrten, erreichten wir das Ahorn. Weiter ging es über Nebenwegen nach Eriswil. Dort lockte uns Werner mit einer Ansage auf Bierkonsoum über Wyssachen, Oberwald. Ein Ausgieber Halt in der wunderbaren Landbeiz, mit Isotonischen Getränken auf der Terrasse liessen uns wieder zu Kräften kommen. Das letzte Teilstück über die Schonegg, Weier, Affoltern war danach ein Klacks. Das Apero gabs anschliessend auf der Terrasse in der ehemaligen Sonne bei Werner und Rolf. Alle Teilnehmer waren sich einig. So was muss wiederholt werden. Danke allen Teilnehmern für den wunderbaren Tag.
Sa 5. Sept. 2026
Hochtour Gletschhorn
Tourenbericht – Früh auf, hoch hinaus und wieder heil zurück
Am Samstag um 17:00 Uhr traf sich die muntere Truppe beim Hotel Tiefenbach in Realp. Wobei «traf sich» vielleicht nicht ganz korrekt ist: Vivi, unsere Reiseplanerin und Logistikchefin, hatte alle Mitglieder an unterschiedlichsten Treffpunkten eingesammelt.
Im Hotel angekommen, wurde bei einem gemeinsamen Getränk zuerst einmal die Tourenplanung besprochen. Oder zumindest so lange, bis alle wussten, wann der Wecker klingeln würde – und dass die Nacht definitiv zu kurz sein würde.
Zum Nachtessen gab es eine feine Lasagne, die offenbar genau die richtige Grundlage für das bevorstehende Abenteuer bildete. Danach ging es zeitig in die Haya, denn um 4:15 Uhr stand bereits das Frühstück auf dem Programm.
Geschlafen wurde gemeinsam im Massenschlag – allerdings mit erstaunlich viel Luxus: Dreierbettreihen, von denen jede Person eine ganze Reihe für sich alleine hatte. Platzprobleme? Fehlanzeige! Dafür hatten einige kalte Füsse, andere kämpften mit komischen Träumen, während die Durchschläfer unter uns vermutlich nicht einmal bemerkten, dass um sie herum überhaupt jemand existierte.
Um punkt 4:15 Uhr marschierte die noch leicht verschlafene Mannschaft zum Frühstück. Kurz darauf starteten wir in der Dunkelheit zu unserer Tour. Mit dem ersten Tageslicht wurde die Müdigkeit langsam durch Begeisterung ersetzt, denn die wunderschöne Morgenstimmung war schlicht fantastisch.
Der Zustieg begann ganz gemütlich mit normalem Wandern – zumindest so gemütlich, wie Bergwandern um diese Uhrzeit eben sein kann. Danach folgte eine kurze Gletscherüberquerung, ganz ohne Steigeisen, denn diese waren glücklicherweise nicht nötig. Anschliessend wurde es etwas spannender: Mit Kraxeln und Steigen ging es hinauf bis zum Einstieg der Kletterei.
Ab dort war dann richtiges Bergsteigen und Klettern angesagt. Der Weg führte um und durch eindrucksvolle Felszacken, über Platten und schliesslich durch einen Riss, der als Schlüsselstelle der Tour noch einmal besondere Aufmerksamkeit verlangte.
Pünktlich zur Mittagszeit standen wir oben auf dem Gipfel ohne Gipfelkreuz – perfektes Timing! Der Gipfel war somit nicht nur der höchste Punkt des Tages, sondern auch der ideale Ort für den wohlverdienten Mittagssnack.
Nach der Stärkung begann der Abstieg: zuerst wieder hinunterklettern bis zur Abseilpiste, anschliessend weiter über Geröll und Steinplatten. Hier war nochmals volle Konzentration gefragt, denn die Devise lautete: lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu schnell. Zwischendurch sorgten Trinkpausen dafür, dass Mensch und Material weiterhin funktionierten.
Am Ende erreichten alle – ohne Misstritt und vor allem munter – wieder die Autos. Ein durchaus erfreuliches Resultat!
Zurück im Hotel Tiefenbach gab es selbstverständlich noch das verdiente Tourengetränk. Und siehe da: Wir sassen wieder in der gleichen Beiz, ziemlich genau zur gleichen Zeit wie 24 Stunden zuvor. Nur mit etwas müderen Beinen, mehr Geschichten und deutlich mehr Höhenmetern in den Köpfen.
der ganze Tag verlief wie am SCHNÜRLI.
Sa 29. Aug. 2026
Dossen (3138m) Rosenlaui
Leitung und Bericht: Katja
TeilnemerInnen: Rolf, Angela, Stephanie, Therese
Bei bestem Wetter fuhren wir ins Rosenlaui mit einem kurzen Kaffee Halt im wunderschönen neu renovierten Hotel Rosenlaui. Der Aufstieg von der Gletscherschlucht besteht aus zuerst grüner und dann brauner, resp. grauer Landschaft. Die an gewissen Stellen vorhanden Metallseile und Tritte waren hilfreich auf dem noch nassen Boden. Je näher man der Hütte kam desto mehr stellte man fest, dass auch hier nicht viel Gletscher übrig ist. Nach Kuchen und Panache genossen wir die wunderbare Aussicht und freuten uns auf das Nachessen. Es gab nämlich Spaghetti Plausch- man durfte bis zu 4x holen gehen! Was dann doch niemand von uns tat.
Um 5:00 Uhr gabs Frühstück mit super feinem Brot damit wir um 6:00 starten konnten, Richtung Dossengrat. Es dauerte nicht lange und die ersten Ketten kamen. Mit Gstältli und Sicherungsschlinge parat klettern wir den Grat hoch. Immer wieder kamen kurze Gehpassagen. Nach gut 1.5h erreichten wir den Dossensattel wo wir uns anseilten. Nun kam Blockgelände und ab und zu ein paar schöne Kletterstellen meist im 2. Schwierigkeitsgrad, die 3-er Stellen musste man suchen. In gut einer Stunde erreichten wir den Gipfel. Es gab eine ausgiebige Pause und wir genossen die Bergwelt um uns. Das obligate Spiel, welche Gipfel wir wohl sehen durfte nicht fehlen. Über den Bänderweg der gut markiert war, wanderten wir wieder zurück zum Dossensattel. Immer noch angeseilt kletterten wir den Dossengrat herunter. Bei dem perfekten Wetter, keiner Nässe, Kälte oder Wind war das einfach wunderbar. In der Hütte angekommen genossen wir ein kühles Getränk und packten unsere restlichen Sachen zusammen. Der Abstieg erfolgte über die Aufstiegsroute. Allerdings gab es hier immer noch nasse Stellen und man musste sich gut festhalten. Unten wo der Gletscher einen richtigen Bach angelegt hat konnten es sich 2 Teilnehmerinnen nicht nehmen in das eiskalte Nasse einzutauchen! Die anderen hatten wenigstens die Füsse drin 😉. Die letzten Höhenmeter fühlten sich danach leicht an. Beim Gletscherschlucht Beizli genehmigten wir und noch eine wohlverdiente Glace bevor uns leider mal wieder mit Stau am Thunerseeufer den Heimweg machten.
Sa 11. Juli 2026
Hochtour Piz Tschierva
Wir starten zu dritt am Bahnhof Pontresina. Der Rucksack drückt vertraut auf die Schultern, vollgepackt mit Gurten, Seil, ganz viel Wasser und Vorfreude. Der Weg durch das Val Roseg zieht sich flach dahin, links rauscht die Ova da Roseg. Wir entscheiden uns gegen die Pferdekutsche – wir wollen uns jeden Höhenmeter selbst erarbeiten. Eine letzte Pause am Fluss bevor wir das Delta verlassen. Der Blick öffnet sich und da liegen sie: die nach wie vor imposanten Eismassen des Roseggletschers. Der Pfad zieht an, schlängelt sich an der Seitenmoräne empor. Nach knapp vier Stunden und einigen Schweisstropfen erreichen wir die Tschiervahütte auf 2'584 Metern. Beim Abendessen in der gemütlichen Stube schauen wir ehrfürchtig aus dem Fenster. Direkt gegenüber thront die eisige Nordwand des Piz Bernina mit dem berühmten Biancograt. Früh verkriechen wir uns ins Lager. Morgen wird ein langer Tag.
Um 4:30 Uhr weckt uns das Natel. Auf der Hütte ist es noch recht ruhig. Nach einem schnellen Frühstpck treten wir hinaus in die knackige, klare Bergluft. Bereits bei dem ersten Morgenlicht stapfen wir zu dritt los. Der weiss-blau-weiss markierte Alpinwanderweg verlangt volle Konzentration. Wir steigen über riesige Geröllfelder und kraxeln über die ersten Felsbänder. Die ersten Sonnenstrahlen färben die Gipfel der Bernina-Gruppe in ein tiefes Orange – ein magischer Moment. Der Einstieg ist nicht klar definiert, wir lassen uns verleiten, etwas weiter vorne in das Geröll zum Gipfel aufzusteigen. Rund 200 Höhenmeter unterhalb des Gipfels brechen wir das Tempo ab. Wir halten zu dritt mitten im Steilhang inne, blicken nach oben und wägen ab. Die Konzentration lässt nach, jeder Schritt in den rutschigen Blöcken kostet volle Konzentration. Der Gipfel ist greifbar nah, aber die Sicherheit geht vor. Es ist eine schmerzhafte, aber vernünftige Entscheidung: Wir drehen um.
Der Abstieg durch das lose Geröll erfordert noch einmal unsere ganze Aufmerksamkeit. Zurück an der Tschiervahütte atmen wir tief durch. Bei einer kleinen Stärkung blicken wir zurück zum Piz Tschierva. Wir haben den höchsten Punkt heute nicht erreicht, aber wir haben als Team die richtige Entscheidung getroffen. Der lange Rückweg durch das Val Roseg nach Pontresina zieht sich in den Knochen, doch wir gehen mit erhobenem Haupt nach Hause – nicht ohne am Hospiz die berühmte Nusstorte verkostet zu haben.
Kein Berg läuft nicht davon und das Gesamterlebnis war eine traumhaft schöne und harmonische lange Tour die wir nicht das letzte Mal angegangen sind. Vielen Dank für das unvergessliche gemeinsame Erlebnis.
Jennifer
Sa 4. Juli 2026
Trotzigplangalpstock
Um 5.00 fuhrer wir in Bern los, dass wir um 7.00 beim Sustenbrüggli losgehen konnten. Zügig kamen wir voran und starteten nach einer kurzen Pause mit der schönen Kletterei. Schon nach etwa 2 Stunden erreichten wir den Gipfel und entschieden uns den darauffolgenden Wichelplangstock noch anzuhängen. Auch diesen erkletterten souverän und genossen die wunderbare Aussicht. Nach drei Abseilstellen und einigen schönen Bergschuhskischwüngen standen wir schon wieder beim Wanderweg und erreichten kurze Zeit später das Auto. Mit einem guten Gefühl beendeten wir die Tour bei einem kalten Getränk im Restaurant Steingletscher.
Do 2. Juli 2026
HT Piz Palü 3899, Piz Bernina 4048 Piz Morteratsch 3751 mit BF
Hochtouren Bernina: Piz Palü Ostpfeiler 3900m, Piz Bernina Spallagrat 4047m, Piz Morteratsch Nordgrat 3751m
Leitung und Bericht: Katja
Bergführer: Jan Ermuth
Teilnehmer: Greta, Christoph
Um 15:00 Uhr trafen wir uns am Donnerstag auf der Diavolezza und genossen die herrliche Bergwelt. Um 4:00 Uhr gingen wir los. Wir kamen zügig vorwärts und nach 2 Std. waren wir schon am Kletterteil des Ostpfeiler. Wir hatten etwas Respekt was uns erwarten würde doch die Kletterei war in unserem Komfortbereich. Den Turm mit der 4-er Stelle umgingen wir. Es hatte es mehr Wolken als gemeldet und ab und zu waren wir in Nebelschwaden eingehüllt. Was uns auf der steilen Firnflanke im oberen Teil zugutekam. Da er blank war mussten mit Eisschrauben absichern. Dies dauerte länger war dafür sicher, was uns ein gutes Gefühl gab. Jan und Christoph waren natürlich schneller doch auch wir kam mit Freude oben an. Nun noch über den ausgesetzten kurzen Firngrat auf den Gipfel des Palü. Um 9:00 Uhr erreichten wir den Gipfel, nach einer wohlverdienten Pause ging es über die 1-2 Grad Kletterstellen den Grat hinunter bevor wir am langen Seil unter der Bellavista querten. Ab und zu musste man einen grossen Schritt mache, die Spalten zeigten sich schon. Danach kam im Abstieg noch ein Spaltenlabyrinth bevor wir die Marco e Rosa Hütte erreichten. Kein Tanzen mehr auf den Tischen da es einen Hüttenwechsel gab. Am nächsten Morgen starteten wir um 6 Uhr die Bernina war nicht weit. Nach einem noch gefrorenen Firngrat stiegen wir auf zum Einstieg vom Grat. Die Kletterei war im Paisir und nach 3 Std. waren wir auf dem Gipfel. Schon kamen die ersten vom Biancograt herauf! Da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten ging es bald wieder Richtung Marco e Rosa. Auf dem Abstieg gab es noch eine Abseilsteile. Das Firnfeld war schon deutlich weicher. Dann ging es wieder durch das Spaltenlabyrinth hoch dann über eine Teil der Bellavista bevor wir über die Fortezza runter gingen. Einige Abseil- und Abkletterstellen folgten. Da wir den Weg nicht suchen mussten waren wir nicht langsam unterwegs. Nach dem Felsgrat kame noch ein langes Schneefeld, wo wir immer wieder einsinken. Das war mühsam. Zum Schluss mussten wir noch über die Moräne herunter, den Gletscher queren und dann auf der anderen Seite wiederhoch,h um zur Boval Hütte zu gelangen, welch wir um ca. 16:00 Uhr erreichten. An nächsten Morgen liefen wir 2 Std. zum Einstieg. Diese Felspassge hatte einen Kletttersteig Touch. Danach über Bänder und gut markierten Weg hoch zur Fuorcla da Boval. Einmal Abseilen, danach über das steile Firnfeld am kurzen Seil hoch über die Crasta da Morteratsch. Auf ca. 3500 in einem grossen Bogen Richtung Gipfel. Der Schnee war angenehm zum Laufen.
Um 9:00 Uhr waren wir auf dem Gipfel. Von da beobachteten wir die vielen Seilschaften am Biancograt. Der Abstieg erfolgt zur Fuorcla da Boval gleich dann drehten wir westlich Richtung Tschierva Hütte. Um 11:30 bestellen wir Rösti und Panache. Danach kam noch ein 1.5 Std. Abstieg bis Roseg. Dort hatten wir Glück und konnten Mountainbikes zu überrissen Preis mieten doch so waren wir in 15 Min. unten anstatt 2 Std. Fussmarsch. Jan begleitete uns souverän auf diesen 3 unterschiedlichen. Mit Freude und Stolz schaue ich auf diese einmaligen Tourentage zurück.
So 21. Jun. 2026
Hochtour Vordre Tierberg
Die ersten Sonnenstrahlen des Tages begrüssten uns, als wir als Dreiergespann früh morgens am Parkplatz Umpol auf 2137 Metern starteten. Schon kurz hinter dem Ausgangspunkt wurde klar, dass uns ein anstrengender, aber wunderschöner Aufstieg erwarten würde: Der normale Zustiegsweg zur Tierberglihütte war noch zu gut 80 Prozent von einer Schneedecke überzogen. Der Frost in der Nacht hatte nicht ausgereicht, sodass uns bereits in den frühen Morgenstunden weicher Schnee erwartete. Schritt für Schritt spurten wir uns den regulären schneedurchsetzten Pfad hinauf. Die gemeinsame Beinarbeit brachte uns in gleichmässigem Rhythmus rasch an Höhe, bis schliesslich die Tierberglihütte auf 2795 Metern in Sichtweite kam.
Der Gipfel rief. Wir legten die Gurte an und formierten uns auf dem Steingletscher zu einer sicheren Dreierseilschaft. Im gleichmässigen Takt stiegen wir über den mächtigen Eisstrom auf, dessen Spalten durch die immense Schneelage noch bombenfest und zuverlässig verdeckt waren. Das Seil hielt die perfekte Distanz, während wir Meter um Meter gutmachten, bis wir schliesslich den tief verschneiten Blockgrat erreichten. Am Gipel des Vorderen Tierbergs (3090 m) überwältigte uns ein grandioses Panorama über die Berner und Urner Alpen. Direkt vor uns thronten die mächtigen Eisriesen Sustenhorn und Gwächtenhorn, während in der Ferne die markanten Spitzen von Titlis, Finsteraarhorn und den Zacken der Fünffingerstöcke am Horizont glänzten – ein erhabener Moment, den wir ausgiebig genossen.
Der Abstieg führte uns auf gleichem Weg zurück zur Tierberglihütte, wo nun der gemütliche Teil des Tages wartete. Auf der sonnenverwöhnten Terrasse kehrten wir ein, liessen uns mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen verwöhnen und blickten stolz auf unsere Aufstiegsroute zurück. Die Speicher waren wieder gefüllt, als wir uns an den finalen Abstieg ins Tal machten. Die Nachmittagssonne hatte den ohnehin schon weichen Schnee in tiefen Sulz verwandelt. Das machte den Abstieg zu einem Riesenspass: Teil auf dem Weg, teils über Schneefelder kamen wir gut voran. Müde, mit von der Höhensonne geröteten Wangen, aber überglücklich erreichten wir schliesslich wieder das Auto im Tal.
Mein Dank geht an diese tolle und ausdauernde Seilschaft, die bereits war, diese Tour auch als Tagestour zu absolvieren. Ihr seid grossartig!
Jennifer
Sa 20. Jun. 2026
Pigne de la Lé (3396m) / Pointes du Mourti (3563) Wallis
Pigne de la Lé 3388 m.ü.M. / Pointes de Mourti 3565 m.ü.M.
Leitung/Bericht: Katja
Teilnehmer: Christoph, Risto, Therese, Janna
Mit dem ersten Zug am Morgen machten wir uns auf Richtung Wallis. Kurz nach 10:00 Uhr trafen wir in der Cabane de Mourti ein. Nach einem kurzen Boxenstop starteten wir unsere erste Tour, die Pigne de la Lè an. Nach gut einer Stunde erreichten wir den Col du Pigné auf 3140m. Dort seilten wir uns an und stiegen über Geröll und einfache Blöcken zum Gipfel. Kaum angekommen begann es leicht zu Regnen. Da wir nicht genau wussten was da noch kommen könnte wechselten wir schnell auf das Lange Seil und begannen über die Südwest Seite den Gletscher hinunter zu marschieren. Ein paar Mal sanken wir etwas tiefer in den Schnee und wir spannten das Seil konzentrierter. Als wir auf 3000m den Gletscher verliessen, das Material wegräumten, hörte auch der Regen wieder auf. Um 15:00 Uhr wie geplant erreichten wir wieder die Hütte. Mit nochmals Sonnenschein genossen wir ein kühles Getränk.
Beim Frühstück meinten die zwei Männer sie fühlten die Höhe und möchten nicht auf die heutige Tour mitkommen, aber bis zum Gletscher würden sie uns begleiten. So starten wir, eine 3-Girls Seilschaft, um 5:30 Uhr. Die Herren blieben noch etwas und stiegen dann ab zur Hütte. Auf dem noch harten Schnee kamen wir zügig vorwärts und waren bald am Einstieg. Über eine ca. 30 m lange Geröllrampe gings auf den Grat. Der Grat hatte fast keinen Schnee mehr so kletterten wir ohne Steigeisen, aber den Pickel parat für die kurzen Schnee Passagen. Mit flüssigem klettern, meist am kurzen Seil erkletterten wir den Blockgrat, im 1 und 2 Schwierigkeitsgrad. Auf der Schulter angekommen, zogen wir die Steigeisen wir an und folgen der schönen Spur der Vorgänger über den Firnkamm zum Gipfel. Christoph und Risto sahen uns auf dem Grat und gratulierten uns bereits zum Gipfelerfolg! Wir genossen die wunderschöne Aussicht auf die berühmte Couronne Impérial. So Sonne wurde merklich wärmer so traten wir den Abstieg an, über das Firnfeld, dann ohne Steigeisen weiter über den Grat. Auch dies meisterten Theres und Janna souverän und wir waren im Nu wieder auf dem Gletscher. Es war nun wirklich heiss und wir liefen schnell über den Gletscher zurück. Um 11:45 trafen wir wieder in der Hütte ein wo wir freudig begrüsst wurden. Nach einem Picknick und Rucksack packen erledigten wir noch den Hüttenweg. Ein halbe Stunde vor dem Postauto erreichten wir Gletschersee. (Moiry Glacier). Durch ÖV verursachte Verspätungen erreichten wir unsere Heimat dann doch noch um 18:00 Uhr.
Sa 6. Jun. 2026
Ruessiflueh, Matthorn (2041m)
Brüggligrat 855 m anstatt Ruessiflueh 2041 m
Leitung und Bericht: Katja
Teilenhmer: Christoph, Andrea, Hansueli
Das Wetter meinte es wieder nicht gut mit uns für die Ruessiflueh in der Zentralschweiz. Also entschied ich dass, wir den Brüggeligrat erklimmen. Dies mit wesentlich angenehmeren Temperaturen und keinem bösen Erwachen betreffend nassem Fels und Botanik. Was dann nicht ganz stimmte da der kurze Zustieg, zum Allen bekannten Grat, auch sehr feucht war. Der Einstieg gut gemeistert starten wir auf trockenem Kalkstein das Klettervorhaben. Auf dem Grat befanden sich noch andere Seilschaften doch kamen wir zügig und sicher aneinander vorbei. Wir kletterten in zwei autonomen 2-er Seilschaften. Das erste Team wartete auf und an wieder auf das zweite. Viel zu schnell kamen das Ende, den Zuckerstock in Sicht.
Alle waren frohen Mutes und so bestiegen wir auch diesen noch ohne Schwierigkeiten. Nach einem wohlverdienten Znüni meinte unser Gast Hansueli wir hätten noch zu wenig gemacht und er wisse einen wenig begangen Weg hoch auf die Küferegg. Wir folgten ihm steil hinauf und durch Dickicht. Die Anstrengung lohnte sich und wir wurden mit einer wunderbaren Aussicht auf das Mittel- und Seeland belohnt. Alle freuten sich auf ein Bier im Oberen Brüggli und marschierten zügig hinunter. Leider war diese dann geschlossen und wir mussten im Coop in Selzach einen Halt einlegen. Auf einem Bänkli, halt ohne schöne Aussicht, genossen wir ein kühles Getränke und freuten uns über die gelungene Tour.
