Sa 11. Juli 2026
Hochtour Piz Tschierva
Wir starten zu dritt am Bahnhof Pontresina. Der Rucksack drückt vertraut auf die Schultern, vollgepackt mit Gurten, Seil, ganz viel Wasser und Vorfreude. Der Weg durch das Val Roseg zieht sich flach dahin, links rauscht die Ova da Roseg. Wir entscheiden uns gegen die Pferdekutsche – wir wollen uns jeden Höhenmeter selbst erarbeiten. Eine letzte Pause am Fluss bevor wir das Delta verlassen. Der Blick öffnet sich und da liegen sie: die nach wie vor imposanten Eismassen des Roseggletschers. Der Pfad zieht an, schlängelt sich an der Seitenmoräne empor. Nach knapp vier Stunden und einigen Schweisstropfen erreichen wir die Tschiervahütte auf 2'584 Metern. Beim Abendessen in der gemütlichen Stube schauen wir ehrfürchtig aus dem Fenster. Direkt gegenüber thront die eisige Nordwand des Piz Bernina mit dem berühmten Biancograt. Früh verkriechen wir uns ins Lager. Morgen wird ein langer Tag.
Um 4:30 Uhr weckt uns das Natel. Auf der Hütte ist es noch recht ruhig. Nach einem schnellen Frühstpck treten wir hinaus in die knackige, klare Bergluft. Bereits bei dem ersten Morgenlicht stapfen wir zu dritt los. Der weiss-blau-weiss markierte Alpinwanderweg verlangt volle Konzentration. Wir steigen über riesige Geröllfelder und kraxeln über die ersten Felsbänder. Die ersten Sonnenstrahlen färben die Gipfel der Bernina-Gruppe in ein tiefes Orange – ein magischer Moment. Der Einstieg ist nicht klar definiert, wir lassen uns verleiten, etwas weiter vorne in das Geröll zum Gipfel aufzusteigen. Rund 200 Höhenmeter unterhalb des Gipfels brechen wir das Tempo ab. Wir halten zu dritt mitten im Steilhang inne, blicken nach oben und wägen ab. Die Konzentration lässt nach, jeder Schritt in den rutschigen Blöcken kostet volle Konzentration. Der Gipfel ist greifbar nah, aber die Sicherheit geht vor. Es ist eine schmerzhafte, aber vernünftige Entscheidung: Wir drehen um.
Der Abstieg durch das lose Geröll erfordert noch einmal unsere ganze Aufmerksamkeit. Zurück an der Tschiervahütte atmen wir tief durch. Bei einer kleinen Stärkung blicken wir zurück zum Piz Tschierva. Wir haben den höchsten Punkt heute nicht erreicht, aber wir haben als Team die richtige Entscheidung getroffen. Der lange Rückweg durch das Val Roseg nach Pontresina zieht sich in den Knochen, doch wir gehen mit erhobenem Haupt nach Hause – nicht ohne am Hospiz die berühmte Nusstorte verkostet zu haben.
Kein Berg läuft nicht davon und das Gesamterlebnis war eine traumhaft schöne und harmonische lange Tour die wir nicht das letzte Mal angegangen sind. Vielen Dank für das unvergessliche gemeinsame Erlebnis.
Jennifer
Do 2. Juli 2026
HT Piz Palü 3899, Piz Bernina 4048 Piz Morteratsch 3751 mit BF
Hochtouren Bernina: Piz Palü Ostpfeiler 3900m, Piz Bernina Spallagrat 4047m, Piz Morteratsch Nordgrat 3751m
Teilnehmer: Greta, Christoph, Katja (Bericht)
Bergführer: Jan Ermuth
Um 15:00 Uhr trafen wir uns am Donnerstag auf der Diavolezza und genossen die herrliche Bergwelt. Um 4:00 Uhr gingen wir los. Wir kamen zügig vorwärts und nach 2 Std. waren wir schon am Kletterteil des Ostpfeiler. Wir hatten etwas Respekt was uns erwarten würde doch die Kletterei war in unserem Komfortbereich. Den Turm mit der 4-er Stelle umgingen wir. Es hatte es mehr Wolken als gemeldet und ab und zu waren wir in Nebelschwaden eingehüllt. Was uns auf der steilen Firnflanke im oberen Teil zugutekam. Da er blank war mussten mit Eisschrauben absichern. Dies dauerte länger war dafür sicher, was uns ein gutes Gefühl gab. Jan und Christoph waren natürlich schneller doch auch wir kam mit Freude oben an. Nun noch über den ausgesetzten kurzen Firngrat auf den Gipfel des Palü. Um 9:00 Uhr erreichten wir den Gipfel, nach einer wohlverdienten Pause ging es über die 1-2 Grad Kletterstellen den Grat hinunter bevor wir am langen Seil unter der Bellavista querten. Ab und zu musste man einen grossen Schritt mache, die Spalten zeigten sich schon. Danach kam im Abstieg noch ein Spaltenlabyrinth bevor wir die Marco e Rosa Hütte erreichten. Kein Tanzen mehr auf den Tischen da es einen Hüttenwechsel gab. Am nächsten Morgen starteten wir um 6 Uhr die Bernina war nicht weit. Nach einem noch gefrorenen Firngrat stiegen wir auf zum Einstieg vom Grat. Die Kletterei war im Paisir und nach 3 Std. waren wir auf dem Gipfel. Schon kamen die ersten vom Biancograt herauf! Da wir noch einen weiten Weg vor uns hatten ging es bald wieder Richtung Marco e Rosa. Auf dem Abstieg gab es noch eine Abseilsteile. Das Firnfeld war schon deutlich weicher. Dann ging es wieder durch das Spaltenlabyrinth hoch dann über eine Teil der Bellavista bevor wir über die Fortezza runter gingen. Einige Abseil- und Abkletterstellen folgten. Da wir den Weg nicht suchen mussten waren wir nicht langsam unterwegs. Nach dem Felsgrat kame noch ein langes Schneefeld, wo wir immer wieder einsinken. Das war mühsam. Zum Schluss mussten wir noch über die Moräne herunter, den Gletscher queren und dann auf der anderen Seite wiederhoch,h um zur Boval Hütte zu gelangen, welch wir um ca. 16:00 Uhr erreichten. An nächsten Morgen liefen wir 2 Std. zum Einstieg. Diese Felspassge hatte einen Kletttersteig Touch. Danach über Bänder und gut markierten Weg hoch zur Fuorcla da Boval. Einmal Abseilen, danach über das steile Firnfeld am kurzen Seil hoch über die Crasta da Morteratsch. Auf ca. 3500 in einem grossen Bogen Richtung Gipfel. Der Schnee war angenehm zum Laufen.
Um 9:00 Uhr waren wir auf dem Gipfel. Von da beobachteten wir die vielen Seilschaften am Biancograt. Der Abstieg erfolgt zur Fuorcla da Boval gleich dann drehten wir westlich Richtung Tschierva Hütte. Um 11:30 bestellen wir Rösti und Panache. Danach kam noch ein 1.5 Std. Abstieg bis Roseg. Dort hatten wir Glück und konnten Mountainbikes zu überrissen Preis mieten doch so waren wir in 15 Min. unten anstatt 2 Std. Fussmarsch. Jan begleitete uns souverän auf diesen 3 unterschiedlichen. Mit Freude und Stolz schaue ich auf diese einmaligen Tourentage zurück.
So 21. Jun. 2026
Hochtour Vordre Tierberg
Die ersten Sonnenstrahlen des Tages begrüssten uns, als wir als Dreiergespann früh morgens am Parkplatz Umpol auf 2137 Metern starteten. Schon kurz hinter dem Ausgangspunkt wurde klar, dass uns ein anstrengender, aber wunderschöner Aufstieg erwarten würde: Der normale Zustiegsweg zur Tierberglihütte war noch zu gut 80 Prozent von einer Schneedecke überzogen. Der Frost in der Nacht hatte nicht ausgereicht, sodass uns bereits in den frühen Morgenstunden weicher Schnee erwartete. Schritt für Schritt spurten wir uns den regulären schneedurchsetzten Pfad hinauf. Die gemeinsame Beinarbeit brachte uns in gleichmässigem Rhythmus rasch an Höhe, bis schliesslich die Tierberglihütte auf 2795 Metern in Sichtweite kam.
Der Gipfel rief. Wir legten die Gurte an und formierten uns auf dem Steingletscher zu einer sicheren Dreierseilschaft. Im gleichmässigen Takt stiegen wir über den mächtigen Eisstrom auf, dessen Spalten durch die immense Schneelage noch bombenfest und zuverlässig verdeckt waren. Das Seil hielt die perfekte Distanz, während wir Meter um Meter gutmachten, bis wir schliesslich den tief verschneiten Blockgrat erreichten. Am Gipel des Vorderen Tierbergs (3090 m) überwältigte uns ein grandioses Panorama über die Berner und Urner Alpen. Direkt vor uns thronten die mächtigen Eisriesen Sustenhorn und Gwächtenhorn, während in der Ferne die markanten Spitzen von Titlis, Finsteraarhorn und den Zacken der Fünffingerstöcke am Horizont glänzten – ein erhabener Moment, den wir ausgiebig genossen.
Der Abstieg führte uns auf gleichem Weg zurück zur Tierberglihütte, wo nun der gemütliche Teil des Tages wartete. Auf der sonnenverwöhnten Terrasse kehrten wir ein, liessen uns mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen verwöhnen und blickten stolz auf unsere Aufstiegsroute zurück. Die Speicher waren wieder gefüllt, als wir uns an den finalen Abstieg ins Tal machten. Die Nachmittagssonne hatte den ohnehin schon weichen Schnee in tiefen Sulz verwandelt. Das machte den Abstieg zu einem Riesenspass: Teil auf dem Weg, teils über Schneefelder kamen wir gut voran. Müde, mit von der Höhensonne geröteten Wangen, aber überglücklich erreichten wir schliesslich wieder das Auto im Tal.
Mein Dank geht an diese tolle und ausdauernde Seilschaft, die bereits war, diese Tour auch als Tagestour zu absolvieren. Ihr seid grossartig!
Jennifer
Sa 20. Jun. 2026
Pigne de la Lé (3396m) / Pointes du Mourti (3563) Wallis
Pigne de la Lé 3388 m.ü.M. / Pointes de Mourti 3565 m.ü.M.
Teilnehmer: Christoph, Risto, Therse, Janna
Leitung/Bericht: Katja
Mit dem ersten Zug am Morgen machten wir uns auf Richtung Wallis. Kurz nach 10:00 Uhr trafen wir in der Cabane de Mourti ein. Nach einem kurzen Boxenstop starteten wir unsere erste Tour, die Pigne de la Lè an. Nach gut einer Stunde erreichten wir den Col du Pigné auf 3140m. Dort seilten wir uns an und stiegen über Geröll und einfache Blöcken zum Gipfel. Kaum angekommen begann es leicht zu Regnen. Da wir nicht genau wussten was da noch kommen könnte wechselten wir schnell auf das Lange Seil und begannen über die Südwest Seite den Gletscher hinunter zu marschieren. Ein paar Mal sanken wir etwas tiefer in den Schnee und wir spannten das Seil konzentrierter. Als wir auf 3000m den Gletscher verliessen, das Material wegräumten, hörte auch der Regen wieder auf. Um 15:00 Uhr wie geplant erreichten wir wieder die Hütte. Mit nochmals Sonnenschein genossen wir ein kühles Getränk.
Beim Frühstück meinten die zwei Männer sie fühlten die Höhe und möchten nicht auf die heutige Tour mitkommen, aber bis zum Gletscher würden sie uns begleiten. So starten wir, eine 3-Girls Seilschaft, um 5:30 Uhr. Die Herren blieben noch etwas und stiegen dann ab zur Hütte. Auf dem noch harten Schnee kamen wir zügig vorwärts und waren bald am Einstieg. Über eine ca. 30 m lange Geröllrampe gings auf den Grat. Der Grat hatte fast keinen Schnee mehr so kletterten wir ohne Steigeisen, aber den Pickel parat für die kurzen Schnee Passagen. Mit flüssigem klettern, meist am kurzen Seil erkletterten wir den Blockgrat, im 1 und 2 Schwierigkeitsgrad. Auf der Schulter angekommen, zogen wir die Steigeisen wir an und folgen der schönen Spur der Vorgänger über den Firnkamm zum Gipfel. Christoph und Risto sahen uns auf dem Grat und gratulierten uns bereits zum Gipfelerfolg! Wir genossen die wunderschöne Aussicht auf die berühmte Couronne Impérial. So Sonne wurde merklich wärmer so traten wir den Abstieg an, über das Firnfeld, dann ohne Steigeisen weiter über den Grat. Auch dies meisterten Theres und Janna souverän und wir waren im Nu wieder auf dem Gletscher. Es war nun wirklich heiss und wir liefen schnell über den Gletscher zurück. Um 11:45 trafen wir wieder in der Hütte ein wo wir freudig begrüsst wurden. Nach einem Picknick und Rucksack packen erledigten wir noch den Hüttenweg. Ein halbe Stunde vor dem Postauto erreichten wir Gletschersee. (Moiry Glacier). Durch ÖV verursachte Verspätungen erreichten wir unsere Heimat dann doch noch um 18:00 Uhr.
Sa 6. Jun. 2026
Ruessiflueh, Matthorn (2041m)
Brüggligrat 855 m anstatt Ruessiflueh 2041 m
Teilenhmer: Christoph, Andrea, Hansueli
Bericht: Katja
Das Wetter meinte es wieder nicht gut mit uns für die Ruessiflueh in der Zentralschweiz. Also entschied ich dass, wir den Brüggeligrat erklimmen. Dies mit wesentlich angenehmeren Temperaturen und keinem bösen Erwachen betreffend nassem Fels und Botanik. Was dann nicht ganz stimmte da der kurze Zustieg, zum Allen bekannten Grat, auch sehr feucht war. Der Einstieg gut gemeistert starten wir auf trockenem Kalkstein das Klettervorhaben. Auf dem Grat befanden sich noch andere Seilschaften doch kamen wir zügig und sicher aneinander vorbei. Wir kletterten in zwei autonomen 2-er Seilschaften. Das erste Team wartete auf und an wieder auf das zweite. Viel zu schnell kamen das Ende, den Zuckerstock in Sicht.
Alle waren frohen Mutes und so bestiegen wir auch diesen noch ohne Schwierigkeiten. Nach einem wohlverdienten Znüni meinte unser Gast Hansueli wir hätten noch zu wenig gemacht und er wisse einen wenig begangen Weg hoch auf die Küferegg. Wir folgten ihm steil hinauf und durch Dickicht. Die Anstrengung lohnte sich und wir wurden mit einer wunderbaren Aussicht auf das Mittel- und Seeland belohnt. Alle freuten sich auf ein Bier im Oberen Brüggli und marschierten zügig hinunter. Leider war diese dann geschlossen und wir mussten im Coop in Selzach einen Halt einlegen. Auf einem Bänkli, halt ohne schöne Aussicht, genossen wir ein kühles Getränke und freuten uns über die gelungene Tour.
Sa 27. Sept. 2025
Wendenhorn SE-Grat
Tour wurde wegen Regen leider abgesagt.
Tour wurde wegen Regen leider abgesagt.
...Sa 27. Sept. 2025
MTB Tour
Sa.27.09.2025
MTB-Tour Emmental
Leitung: Werner Bichsel (Bericht) / Rolf Stettler
Teilnehmer: Tomas, Peter Gfeller, Michael, Special Guest: Christoph, Walter
Samstagmorgen, Treffpunkt Sonne Affoltern. Start bei leichtem Nieselregen und frischen Temperaturen. Besser hätte es nicht sein können. Route führte uns via Tannli, Gammental, Trachselwald, Steinweid auf die Lüderen. Nebel und windig. Beiz geschlossen. Also zurück. Tällihüttli, Rotenbüel, Trachselwald. So der Plan. Beim Fluhüsli bogen wir in der Abfahrt und im Fieber links statt rechts ab und landeten im Unterfrittenbach. Wunderbar, Emmental pur, diese Abfahrt. Nun denn, wieder aufwärts via Obere Mörisegg (Stengelhalt), Geiliesguet und dann via Benzenberg runter Richtung Trachselwald. Das Wetter zeigte sich bei der Zusatzschlaufe nun von seiner besseren Seite und wir kamen ins Schwitzen. Zurück nach Affoltern via Gammental, Neuegg. Total 45 Kilometer und gute 1200 Höhenmeter. Ausklang bei Rolf auf seiner wunderschönen Terrasse.
Fazit: MTB mit oder ohne Motor lassen sich problemlos kombinieren. Dito «Rennhüng «und Genussfahrer. Abfahrten, die etwas schwieriger sind, lassen sich auch zu Fuss bewältigen. Das Ganze hat Lust auf mehr gemacht. Einzig die Frauenquote ist noch steigerungsfähig.
Sa 30. Aug. 2025
Wanderung auf Gross Biggerhorn 3625m
Tourenleitung: Jennifer Preisser
Teilnehmende: Halida, Bruno (Bericht)
Nur zu dritt starteten wir die Tour in Gasenried (1660 m), ein Weiler neben Grächen. Der Aufstieg zur 2886 m hoch gelegenen Bordier Hütte war sehr abwechslungsreich. Die ersten paar Meter war noch geteert, dann ging es durch einen Lärchenwald über eine flachere Alpwiese. Danach mussten wir ein paar Meter runtersteigen zur kleinen Brücke über den Riedbach, welcher den Riedgletscher entwässert. Der obere Teil des Hüttenwegs weg ist felsig und ein paar Leitern und Metalltreppen erleichtern den Aufstieg. Nach dem Durstlöschen, Zimmer beziehen und Steinböcke beobachten, gab es schon das Nachtessen.
Bei schönstem Wetter starteten wir am Sonntagmorgen um 7:30 Uhr den Aufstieg. Wir gewannen zügig an Höhe und die Hütte wurde immer kleiner. Das Klein Bigerhorn liessen wir links liegen. Gegen 10:30 Uhr erreichten wir den Gipfel des Gross Bigerhorns (3625 m). Die tolle Aussicht konnten wir mit angenehmer Temperatur geniessen, da es windstill war. Auf dem langen Abstieg mit 2000 Meter Höhendifferenz, machten wir eine Pause in der Bordier Hütte.
Besten Dank an Jeniffer für die Organisation und super Führung der schönen und langen Tour.
